Mit Christus sterben, um mit ihm auferstehen zu können:



Das Zeichen des Todes in Christus ist der vollständige Verzicht auf die Sünde. Der Tod ist Trennung. Vielleicht sind wir noch nicht für die Sünde gestorben. Die Sünde ist ein Hindernis für den geistlichen Weg und für die Verwirklichung unserer Berufung.   

Welche Anstrengung machen wir, um die Tugenden zu gewinnen, besonders die Demut? Die Demut lernen wir durch den gekreuzigten Jesus. Oft wollen wir Jesus sehen und beklagen uns, ihn nicht zu sehen. Sind wir aber reinen Herzens? Jesus verheisst: «Selig, die rein sind im Herzen, denn sie werden Gott schauen. » (Mt 5,8)

Der Böse tritt durch das Gedächtnis und die Augen in uns ein und macht die Vergangenheit gegenwärtig. Wenn wir ihn nicht sofort verwerfen, beginnt er mit uns zu sprechen. Dieser Dialog war uns in der Vergangenheit vielleicht sehr wohlgefällig, weil das Gedächtnis uns das präsentiert hat, was wir gedacht und gefühlt hatten.

Haben wir dem Nächsten von Herzen vergeben? Haben wir mit ganzem Herzen zu Jesus, der Muttergottes und auch zu Pater Pio, gebetet? Gehorchen wir wie Jesus seinem Vater, auch dann, wenn der Gehorsam sehr schwierig ist? Jesus hat den Vater gebeten, den Kelch an ihm vorübergehen zu lassen, «aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen» (Lk 22,42b). Vielleicht haben wir nicht bis zum Schluss Widerstand geleistet. Haben wir die Sünde bereut oder ist vielleicht noch der Hochmut da? Wessen rühmen wir uns? Vielleicht dass wir eine besondere Aufgabe und Stellung haben? Bemühen wir uns, im Denken, im Schauen, im Sprechen, im Fühlen und in unserem Verhalten Gott wohlgefällig zu sein? Dies ist der Weg der Verwirklichung unserer Berufung.



Bibel: Sind wir mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Denn durch sein Sterben ist er ein für allemal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott. So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus. (Röm 6,8-11)