Die Demut lässt uns die Wahrheit erkennen: Die Demut ist eine Tugend, welche aus der Kardinaltugend der Gerechtigkeit hervorgeht. Die Gerechtigkeit hilft uns, jedem das zu geben, was ihm zusteht. Durch den Glauben und die Demut erkennen wir, dass wir Menschen Geschöpfe Gottes sind. Somit anerkennen wir auch, dass Gott der Schöpfer ist, der uns die Existenz gibt und damit verbunden auch eine Identität und eine Berufung. Die Demut verbindet uns mit der Wahrheit. Als Geschöpfe Gottes sollen wir so sein, wie Gott es vorgesehen hat. Wir sind berufen, Diener Gottes zu sein. Der Diener tut das, was sein Meister ihm aufträgt. Der Mensch ist aber als Geschöpf nicht nur dazu berufen, Diener Gottes zu sein, sondern auch Kind Gottes. Unser Leben soll zeigen, dass wir Kinder Gottes sind. Gott ist als Schöpfer auch Richter über unser Leben - er wird jeden Menschen richten, ob er gemäss seinem Plan gelebt hat oder nicht. Da unser eigenes Ich von der Erbsünde belastet ist, muss der Mensch lernen, auf sein eigenes Ich zu verzichten und sich in Demut Gott zu beugen. Wenn das eigene Ich die Führung des Lebens übernimmt, dann dringt der Hochmut in das Herz ein und zerstört die Demut und somit auch den Glauben an den Schöpfer. Der hochmütige Mensch verliert den Glauben, dass er Geschöpf, Diener und Kind Gottes ist. Um die Demut zu bewahren ist es nötig, auf das eigene Ich zu verzichten und von Jesus zu lernen, der demütig und gütig von Herzen ist (vgl. Mt 11,29). Verbunden mit Jesus können wir die Lüge und das Böse überwinden, indem er uns hilft, die Wahrheit zu erkennen und das Gute zu wählen. Ohne die Demut und den Glauben gehen wir zum Hochmut. Der hochmütige Mensch geht zum Relativismus und somit auch zum Atheismus, da er sein eignes Denken zu Gott macht. Somit öffnet man die Türe zu den Lastern, speziell zu den weltlichen Begierden der Unreinheit, der Habsucht und des Hochmutes. Der Friede ist eine Konsequenz der Demut, denn die Demut entspringt in der Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit hilft uns, alles an den rechten Platz zu stellen. Der demütige Mensch ordnet im Gehorsam alles gemäss dem Plan Gottes und erfährt so auch den Frieden Gottes im Herzen.
Don Pierino Galeone
Hl. Antonius, der Mönchsvater: „Ich sah alle Schlingen des bösen Feindes über der Erde ausgebreitet. Da seufzte ich und sagte: Wer kann ihnen entgehen? Da hörte ich eine Stimme, die zu mir sagte: Die Demut. “
Don Pierino Galeone
Hl. Antonius, der Mönchsvater: „Ich sah alle Schlingen des bösen Feindes über der Erde ausgebreitet. Da seufzte ich und sagte: Wer kann ihnen entgehen? Da hörte ich eine Stimme, die zu mir sagte: Die Demut. “