Pater Pio, berufen zum Kampf gegen Satan: Pater Pio beschreibt, wie er am 1. Januar 1903 über seine Berufung nachdachte. Da sah er in einer Vision, wie er von Christus auf ein Schlachtfeld geführt wurde, wo sich gute Menschen in weissen Kleidern gegen böse Menschen in schwarzen Kleidern zum Kampf rüsteten. Auf einmal sah Pater Pio, wie Satan in die Mitte der beiden Heere trat. Christus sagte zu Pater Pio: „Kämpfe gegen ihn an. “ Pater Pio zitterte am ganzen Leib, aber Jesus sprach zu ihm: „Nur Mut, beginne vertrauensvoll den Kampf, rücke mutig vor, denn ich werde hinter dir stehen; ich werde dir helfen und nicht zulassen, dass er dich überwältigt. Als Lohn für den Sieg werde ich dir eine herrliche Krone geben, die deine Stirne zieren wird. “ Pater Pio begann zu kämpfen und besiegte den bösen Feind. Jesus sagte zu ihm, dass er den Kampf weiter führen solle, denn Satan werde von neuem kommen, um seine verlorene Ehre zurück zu gewinnen. Jesus ermutigte ihn: „Halte deine Augen immer offen, denn jenes geheimnisvolle Wesen wird versuchen, dich aus dem Hinterhalt anzugreifen . . . Denke an mein Versprechen: Ich werde dir immer nahe sein, ich werde dir immer helfen, damit es dir gelingt, es niederzuringen. “ In einer zweiten Vision sah er ein helles Licht. In diesem Licht sah er, wie sein Eintritt in das Kloster nichts anderes bedeutete, als sich dem Kampf mit jenem geheimnisvollen Wesen der Hölle, mit dem er in der vorherigen Vision gerungen hatte, zu stellen. Jesus versprach Pater Pio, immer bei ihm zu sein und mit ihm zu kämpfen, vorausgesetzt, dass er sein Vertrauen allein auf ihn setzen werde. In der Nacht vor der Abreise in das Kloster von Morcone (5. auf den 6. Januar 1903) hatte Pater Pio noch eine dritte Vision: Er sah Jesus und Maria, die ihn ermutigten und ihm ihre Liebe zusicherten. (vgl. Briefe I, S. 1479 - 1484) Der hl. Pater Pio schreibt: Das Schlachtfeld, auf dem der Kampf zwischen Gott und dem Satan ausgetragen wird, ist die menschliche Seele. In ihr findet er in jedem Augenblick des Lebens statt. Es ist deshalb notwendig, dass die Seele dem Herrn freien Zugang gewährt und von Ihm in jeder Hinsicht und mit jeder Art von Waffen gestärkt wird. Es ist notwendig, dass sein Licht sie erhellt, um die Dunkelheit des Irrtums zu bekämpfen, und es ist notwendig, dass sich die Seele mit Jesus Christus bekleidet, mit seiner Wahrheit und der Gerechtigkeit, mit dem Schutzschild des Glaubens und mit dem Wort Gottes, um solch mächtigen Feind zu besiegen. Um aber mit Jesus Christus bekleidet zu sein, muss man sich selber aufgeben.