Die demütige Liebe: Stets sollen wir mit Liebe und in grosser Demut beten. So wie der Appetit beim Essen kommt, wächst die Liebe im Gebet und durch die Demut und wird so immer grösser. Entfernen wir alles, was uns an dieser demütigen Liebe hindert. Die Demut in der Liebe ist sehr wichtig, denn der Demütige liebt Gott und erkennt wer Gott ist. Der Demütige erkennt auch den Nächsten als Kind Gottes und als seinen Bruder und seine Schwester. Nur die Demut schenkt diese Klarheit der Erkenntnis. Seien wir also demütig und gewiss wird unsere Liebe zu Gott und zum Nächsten Tag für Tag zunehmen. Der Herr will unsere Liebe zu ihm prüfen. Wenn wir mit Schwierigkeiten konfrontiert werden, wenn zum Beispiel der Herr ein Leiden zulässt, sollen wir nicht denken, dass der Herr unsere Liebe nicht schätzt, sondern uns daran erinnern, dass das Leiden nötig ist, damit die Liebe wachsen kann. Wenn das Leiden da ist, dann spürt man die Liebe nicht, sondern nur den Schmerz. Im Leiden ist somit der Glaube nötig, denn auf dem Weg der Liebe braucht es den Glauben. Die Demut lässt uns vorangehen, indem wir stets die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten erkennen. Und der Glaube stützt uns in der Prüfung, angesichts der Schwierigkeiten die wir vielleicht nicht verstehen oder die uns sehr leiden lassen. Denken wir daran, dass das Leiden unsere Liebe viel grösser werden lässt: Leiden, um noch mehr zu lieben. Im Leiden braucht es Glauben, denn im Leiden verbirgt sich der Herr. Es kann uns erscheinen, dass Gott unser Gebet um die Befreiung vom Leiden nicht hört, aber es ist nicht so, er möchte prüfen, ob wir in der Liebe zu ihm treu bleiben, auch wenn wir nicht verstehen und bestimmte Dinge als grosses Leiden erfahren.
Don Pierino Galeone
Papst Franziskus: "Der heilige Johannes vom Kreuz sagte, dass ein kleiner Akt reiner Liebe für die Kirche nützlicher sei als alle anderen Werke zusammen. Was aus dem Gebet und nicht aus der Anmassung unseres Ichs entsteht, was durch die Demut geläutert wird, ist – auch wenn es ein verborgener und stiller Akt der Liebe ist – das grösste Wunder, das ein Christ vollbringen kann. Und das ist der Weg des kontemplativen Gebets: Ich schaue ihn an, er schaut mich an! Dieser Akt der Liebe im stillen Dialog mit Jesus tut der Kirche sehr gut. " (Generalaudienz, 05. 05. 21)
Don Pierino Galeone
Papst Franziskus: "Der heilige Johannes vom Kreuz sagte, dass ein kleiner Akt reiner Liebe für die Kirche nützlicher sei als alle anderen Werke zusammen. Was aus dem Gebet und nicht aus der Anmassung unseres Ichs entsteht, was durch die Demut geläutert wird, ist – auch wenn es ein verborgener und stiller Akt der Liebe ist – das grösste Wunder, das ein Christ vollbringen kann. Und das ist der Weg des kontemplativen Gebets: Ich schaue ihn an, er schaut mich an! Dieser Akt der Liebe im stillen Dialog mit Jesus tut der Kirche sehr gut. " (Generalaudienz, 05. 05. 21)