Die Verborgenheit Mariens: Die Muttergottes erfreute sich an den übernatürlichen Gütern mit einer übernatürlichen Freude: „Meine Seele preist die Grösse des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter“. Sie war arm, mild, demütig, barmherzig und selig, da sie alle von Gott geschenkten Gaben in tiefer Demut verkostete. Die Demut ist dann aussergewöhnlich schön und wohlgefällig, wenn sie verborgen ist, denn die grössten Schätze Gottes sind verborgen. Der Demütige brüstet sich nicht und zeigt nicht seine Güter. Das schönste an der Demut ist die Verborgenheit. Die Demut ist der Ursprung der Liebe und führt zur Liebe Gottes und zum Dienst an den Mitmenschen. Der schönste Dienst ist verborgen, denn die Verborgenheit ist das, was am meisten überzeugt. Die wahren Schätze Gottes sind verborgen, da sie von selbst ans Licht kommen. Die Verborgenheit ist still, denn die klarste Sprache ist jene der Werke. Die Muttergottes war demütig, rein, voll der Gnade, sie war voll des göttlichen Lebens. In ihr war die Fülle der Liebe. Die Liebe ist Dienst. Die Muttergottes ist die Dienerin aller und wer allen dient, ist der grösste von allen. So lasst uns diese Liebe, diesen Dienst und diese Verborgenheit nachahmen und unsere himmlische Mutter bitten: O Maria, unsere Mutter, ich schenk mich Dir, ich vertraue auf Dich. Hilf mir, Jesus immer ähnlicher zu werden und sei nicht müde, mir zu helfen, damit ich mich mit den Tugenden bekleide, die Jesus wohlgefällig sind. Mutter Gottes, verlass mich nie. Amen