Die Tugend der Gerechtigkeit in Pater Pio - treu zu Gottes Willen: Jesus gewährte ihm nicht nur Anteil an seinem Opfergeist, sondern auch die Freude, sich im Gebet dem Lob Gottes zu widmen. Er verlieh ihm die tugendhafte Gesinnung der Gottesverehrung, bereichert durch die Gabe der Frömmigkeit. Wenn Pater Pio Gottes Willen tat, im Gebet versunken war oder gesammelt am Altar stand, wenn er eine ehrfürchtige Kniebeuge machte oder sich vor einem Kreuz oder einem Muttergottesbild andächtig verneigte, dann spürte er in der Einfachheit des Geistes, wie er sich demütig Gott unterordnete.
Don Pierino Galeone

(Aus dem Buch: "Pater Pio mein Vater" ISBN 978-3-7171-1166-5) Papst Franziskus: Die Gerechtigkeit wird im Leben eines jeden Wirklichkeit, wenn er in seinen eigenen Entscheidungen gerecht ist, und drückt sich dann in der Suche nach Gerechtigkeit für die Armen und Schwachen aus. Gewiss kann das Wort „Gerechtigkeit“ Synonym für die Treue zu Gottes Willen in unserem ganzen Leben sein. Wenn wir sie jedoch in sehr allgemeinen Sinn verstehen, vergessen wir, dass sie sich vor allem in der Gerechtigkeit gegenüber den Hilflosen zeigt: "Sucht das Recht! Schreitet ein gegen die Unterdrücker! Verschafft den Waisen Recht, streitet für die Witwen!" (Jes 1,17). Voll Hunger und Durst die Gerechtigkeit suchen, das ist Heiligkeit. (Gaudete et exsultate, 79) Hl. Schrift: Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. Sie erzieht uns dazu, uns von der Gottlosigkeit und den irdischen Begierden loszusagen und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt zu leben, während wir auf die selige Erfüllung unserer Hoffnung warten: auf das Erscheinen der Herrlichkeit unseres grossen Gottes und Retters Christus Jesus. Er hat sich für uns hingegeben, damit er uns von aller Ungerechtigkeit erlöse und für sich ein auserlesenes Volk schaffe, das voll Eifer danach strebt, das Gute zu tun. So sollst du mit allem Nachdruck lehren, ermahnen und zurechtweisen. (Tit. 2,11-15a)