Lieben, immer weiter lieben: Wenn unsere Liebe von einem Menschen abgelehnt wird, so ist es wichtig, dass man weiterfährt, diesen Menschen leidend und betend zu lieben, so wie es Jesus getan hat. Wir müssen stets auf Jesus blicken, nicht nur auf seine Lehre, aber auch auf sein Beispiel. Es ist unmöglich, dass die sich hingebende Liebe eines Menschen, sei es auch von einem Heiligen, von allen angenommen und ihr immer entsprochen wird. Jesus schenkte aus Gehorsam sein Leben dem himmlischen Vater zu Gunsten der Kirche, der Menschheit und der ganzen Schöpfung. Schauen wir stets auf Jesus, auf seinen Gehorsam und seine Nächstenliebe. Am Kreuz hing er inmitten zweier Schächer, einer der beiden hörte auf die Stimme des Glaubens, der andere nicht. Aber dies darf uns nicht erstaunen. Wir können jenen Menschen, der verschlossen ist gegenüber unserer Liebe und den weisen Ratschlägen nicht wegjagen. Jesus hat auch jene nicht weggejagt, die verhärtet waren, aber der Herr selber handelt mit ihnen auf seine Weise. Die Hl. Schrift spricht davon, dass der Herr die Menschen, die sich weigern, ihn anzunehmen, ihrem eigenen Urteil und ihrem eigenen Denken überlässt (Röm 1, 28). Wir müssen aber zum Herrn beten, wenn wir unsere Ohnmacht vor gewissen Seelen, die verhärtet sind, sehen. Vertrauen wir dann unser Herz und unsere Liebe, die wir für diese Seelen haben, ganz dem Herrn an. Wir müssen mit grosser Hoffnung weiter fahren zu lieben, denn das, was heute nicht geschieht, kann morgen geschehen. Auch die verhärtesten Seelen können sich bekehren. Unsere Berufung ist zu lieben, immer weiter lieben.
Don Pierino Galeone
Don Pierino Galeone