Mit dem Auge des Glaubens schauen: Die Augen sind dazu da, um zu sehen. Es ist aber wichtig, dass wir mit den Augen nicht so sehr auf das àussere einer Person oder von Dingen schauen, sondern auf ihr Wesen. Dazu ist es wichtig, dass man es versteht, den Blick der Augen mit der Abtötung zu verbinden, damit das Auge des Glaubens zum Wesen der Personen und der Dinge vordringen kann. In der Eucharistie sehen wir mit den Augen die äussere Gestalt des Brotes, aber mit dem übernatürlichen Auge des Glaubens sehen wir die Gegenwart von Jesus in der Eucharistie. Wenn wir Mitmenschen sehen, müssen wir aufpassen, dass wir sie nicht nur mit den Augen sehen, die nur auf das àussere schauen, sondern wir müssen die Mitmenschen viel mehr mit dem Auge des Glaubens sehen, damit wir sie als Brüder und Schwestern erkennen. Im Markus-Evangelium wird uns von Herodes, von Herodias, ihrer Tochter (Salome) und Johannes dem Täufer berichtet (Mk 6,14-29). Herodes schaute auf Salome, die tanzte, und er war fasziniert von ihrer äusseren Schönheit. Er versprach ihr, dass sie sich wünschen kann, was sie will, selbst die Hälfte des ganzen Reiches. Sicher hatte sich Herodes schon zuvor von der äusseren Schönheit der Herodias verblenden lassen, um mit ihr im Ehebruch zu leben. Auch Herodias liess sich vom àusseren des Herodes verleiten, so dass sie ihren Mann Philippus, den Bruder des Herodes, verliess, um mit Herodes im Ehebruch zu leben. Es ist offensichtlich, dass sie nur mit dem irdischen Auge aufeinander schauten, nicht aber mit dem Auge des Glaubens. Verblendet durch ihre Gier haben sie Johannes den Täufer enthaupten lassen, weil sie ihn nicht mit den Augen des Glaubens als einen Mann Gottes sahen. Herodias wollte den Kopf des Johannes des Täufers sehen, weil er zu Herodes sagte, dass es ist nicht recht ist, dass er mit der Frau seines Bruders zusammenlebt. In der Unreinheit will man tragischer weise durch eine teuflische Verbelendung alles geben (Herodes zog es vor, Johannes aufzugeben, dem er ja gerne zuhörte, um Salome alles zu geben, nämlich die Hälfte des Reiches) und alles nehmen (die den Kopf des Johannes, Herodias, mit der er im Ehebruch zusammenleben wollte, die Schönheit der Salome, um seine Begierden zu befriedigen, die Ehre der Leute, die beim Festmahl dabei waren, um in seinem Hochmut nicht das Gesicht vor ihnen zu verlieren).
Don Pierino Galeone
Don Pierino Galeone
: Das Auge ist der Spiegel der Seele, weil es das schaut, was die Seele liebt.
Don Pierino Galeone
Don Pierino Galeone
: Das Auge ist der Spiegel der Seele, weil es das schaut, was die Seele liebt.