Die Wahl des Guten, ist die Wahl Gottes, die rettet: Die Sünde ist die Wahl des Bösen und das Böse wird von Satan durch die Lüge und die Bosheit eingegeben. Die Gleichgestaltung mit Gott geschieht aber nur durch die Wahl des Guten, es ist die Wahl Gottes. Der hl. Johannes vom Kreuz sagt, dass es nötig ist zu verzichten, damit man immer das Gute und Gott wählen kann. Diese Entsagungen sind ein Leiden, denn das Hindernis für die Wahl des Guten sind die Welt, der Satan, dein Leib und die Sünde. Was der hl. Johannes vom Kreuz am meisten lehrt, ist, dass man ohne das Leiden Jesus nicht erkennen und keine Erfahrung mit ihm machen kann. Wenn wir davon nur überzeugt wären, wir würden immer nur das Gute wählen, nur das wählen, was mit Gott im Einklang ist, denn nur das Gute verwirklicht unsere menschliche Identität. So wie sich die Sonne durch ihr Licht, ihre Wärme und ihr Leben verwirklicht, so verwirklichen wir unsere Identität, indem wir durch die Liebe das Gute wählen. Schau nie auf die Entsagung und das Leiden, sondern nur auf Jesus und auf das, was er wünscht. Nur die Liebe zu Jesus führt zur Umkehr. Wenn du z. B. zu deiner Mutter gehen musst, die weit von dir wohnt, so achtest du nicht darauf, wieviel Anstrengung und Zeit du dafür aufwenden musst. Es ist die Liebe und der Glaube, durch welche du trotz der Schwierigkeiten zu deiner Mutter gehst in der Gewissheit, dass sie dich liebt und dir alles gibt, was du brauchst. Hab diese Gedanken in deinem Herzen: die Liebe, den Glauben und die Wahl des Guten, die Wahl Gottes. Bitte den Herrn immer um den Glauben, denn Jesus selbst sagt: "Der Glaube hat dich gerettet" (Lk 8,48). Er hat dich gerettet, weil er dir geholfen hat, das Gute zu wählen, und indem du das Gute wählst, wählst du Christus, das Heil, das Paradies und nicht die ewige Verdammnis. Die Erkenntnis Christi kann auf vielfältige Weise geschehen, zum Beispiel mit einer neuen Freude, die du in der Beichte erfährst. Je mehr du Christus erkennst und das Gute erlebst, desto mehr wünschst du, tief in Christus durch dein Leiden einzutreten, der unermessliche, unendliche Güter hat und dies nicht nur, damit du Güter für dich gewinnst, sondern auch, um sie anderen geben zu können. Dies ist der Dienst am Leiden – durch das Leiden dient man vielen Brüdern und Schwestern, damit sie mit den göttlichen Gütern beschenkt werden.
Don Pierino Galeone
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