Petrus hat alles verlassen, um Jesus nachzufolgen: Petrus sagt zu Jesus: „Du weisst, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder àcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen“ (Mk 10,28-30). Alles verlassen bedeutet in sich, das eigene Ich verlassen und den Weg des Glaubens gehen wie Abraham und Maria. Die Prüfung besteht darin, dass man an das, was man nicht sieht und nicht fühlt, glaubt, und dass man das, was man fühlt, verlässt. So viele sagen: Ich habe alles verlassen, aber ich spüre nichts, ich habe nicht mehr den Genuss der weltlichen Begierden. Leider beginnen in diesem Zustand viele Christen an Gott zu zweifeln oder man kehrt zurück zu den Sachen der Welt. Wer im Glauben treu vorwärtsgeht, der wird das Hundertfache bekommen und dazu das ewige Leben.
Don Pierino Galeone

Hl. Theresia Benedikta vom Kreuz (Edith Stein): Gotteskind sein heisst: an Gottes Hand gehen, Gottes Willen, nicht den eigenen Willen tun, alle Sorge und alle Hoffnung in Gottes Hand legen, nicht mehr um sich und seine Zukunft sorgen. Darauf beruht die Freiheit und Fröhlichkeit des Gotteskindes. [ . . . ] Nur dann wird das Gottvertrauen unerschüttert standhalten, wenn es die Bereitschaft einschliesst, alles und jedes aus des Vaters Hand entgegenzunehmen. Er allein weiss ja, was uns guttut [ . . . ] Das „Dein Wille geschehe“ in seinem vollen Ausmass muss die Richtschnur des Christenlebens sein.