Die Verklärung von Jesus und von uns: Alles, was Jesus vorlebte, muss sich auch in unserem Leben verwirklichen. Bei der Verklärung auf dem Tabor wurde der menschliche Leib von Jesus verklärt und in seinem Menschsein sind auch wir mit hineingenommen in die Verklärung. Es gibt in der ganzen Schrift keinen Abschnitt, der die Sendung von Christus, dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn und seiner Kirche mehr zusammenfasst, als das Evangelium über die Verklärung. Der Berg Tabor und der Kalvarienberg sind zwei Berge, die sich vervollständigen: • Der Berg Tabor ist der Berg des Hörens auf den Vater, auf Jesus, auf Elia und Moses, auf die Kirche, Simon Petrus, Jakobus und Johannes und auf die Heiligen, wie der Hl. Pater Pio es getan hat. Neben Pater Pio sind auch wir vom Vater, von Jesus und von der Muttergottes berufen, um ihm in seiner Sendung zu helfen. • Der Kalvarienberg ist der Berg des Gehorsams, der Verwirklichung des Hörens. Auf dem Tabor wird das Wort Gottes betrachtet, welches den Geist und das Leben Gottes beinhaltet - auf dem Kalvarienberg wird das Wort Gottes durch den Gehorsam befolgt. Warum wollte Jesus die auserwählten Jünger auf den Berg der Verklärung führen? Er wollte es tun, um ihnen zu zeigen, dass das, was durch den Gehorsam auf dem Kalvarienberg geschehen wird, wahr ist, auch wenn wir das Gegenteil sehen. Dort am Kreuz ist Jesus so entstellt, dass er nicht mehr als Mensch erkennbar ist: „Viele haben sich über ihn entsetzt, so entstellt sah er aus, nicht mehr wie ein Mensch, seine Gestalt war nicht mehr die eines Menschen“ (Jes 52,14). Jesus wusste, dass durch seinen Gehorsam und sein Leiden die wahre Verklärung stattfindet: er hat alle Sünden der Menschen auf sich genommen und gesühnt. Durch seinen Gehorsam hat er uns die Verzeihung geschenkt. Umso mehr man Gott gehorcht, umso mehr wird man zu dem, was Jesus in seiner Verklärung auf dem Tabor schon im Voraus gezeigt hat: ein Abbild Gottes. Wie Jesus den Gehorsam durch das Leiden gelernt hat (vgl. Hebr 5,8), so sollen auch wir das Leiden des Gehorsams lernen. Umso mehr man gehorcht, umso mehr wird man verklärt in Christus. „Während sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgendjemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei“ (Mk 9,9). Das sagte Jesus zu seinen Jüngern, weil sie erst in seinem Leiden, Sterben und Auferstehen den wahren Schlüssel haben, um die Verklärung auf dem Tabor in seiner ganzen Tiefe zu verstehen: das Hören, der Gehorsam, die Auferstehung. Wir sind zur Auferstehung berufen, indem wir durch das Hören und den Gehorsam das neue Leben von Christus leben und so den Weg der Verklärung gehen.
Don Pierino Galeone
Hl. Anastasius vom Sinai: Wie Petrus lass dich ergreifen von der göttlichen Schau und Erscheinung, lass dich verwandeln durch diese wunderbare Verklärung. Erhebe dich über die Welt, verlass diese Erde, verlass das Fleisch, lass die Schöpfung hinter dir und wende dich dem Schöpfer zu, zu dem Petrus, wie ausser sich, spricht: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind!“ (Mt 17,4). (Lektionar zum Stundenbuch I/6, 294)
Don Pierino Galeone
Hl. Anastasius vom Sinai: Wie Petrus lass dich ergreifen von der göttlichen Schau und Erscheinung, lass dich verwandeln durch diese wunderbare Verklärung. Erhebe dich über die Welt, verlass diese Erde, verlass das Fleisch, lass die Schöpfung hinter dir und wende dich dem Schöpfer zu, zu dem Petrus, wie ausser sich, spricht: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind!“ (Mt 17,4). (Lektionar zum Stundenbuch I/6, 294)
