Pater Pio, tapfer und mutig im Leiden: Pater Pio erklärte mir den Weg des Leidens: Als erstes nimmt man denSchmerz, den Gott zulässt, an, um die eigene Vergangenheit wiedergutzumachen,die Seele zu reinigen und so die Abscheu vor dem Leiden zu überwinden. Dannumarmt man das Leiden mit Eifer und Entschlossenheit, in Freude darüber, mitChristus den Leidensweg von der Krippe bis nach Kalvaria zu gehen. Man lerntjeden schmerzerfüllten Zustand Jesu bewundern, verehren und lieben: die Armutund das Exil, seine Arbeit und sein verborgenes Leben, die mühselige undbeschwerliche Zeit des öffentlichen Wirkens und die physischen und seelischenLeiden auf seinem langen und schmerzhaften Leidensweg. Die Seele fühlt sichmutiger im Leiden und in der Traurigkeit, legt sich liebevoll neben Jesus aufdas blosse Kreuz, richtet den Blick voller Mitleid auf ihn und vernimmt vonseinen Lippen: „Selig, die aus Liebe zur Gerechtigkeit leiden“ (vgl. Mt 5,10). Die Hoffnung, immer mehr mit Christus an der Verherrlichung teilzuhaben, lässtdie Kreuzigung mit ihm erträglicher werden, bis man sich schliesslich im Elendund im Leiden freut.
Don Pierino Galeone

(Aus dem Buch: "Pater Pio mein Vater" ISBN978-3-7171-1166-5) Papst Franziskus: Die Welt schlägt uns das Gegenteil vor:Unterhaltung, Genuss, Zerstreuung, Vergnügen. Eben das macht das Leben gut, sosagt sie uns. Der weltlich Gesinnte beachtet es nicht, er schaut weg, wenn esin der Familie oder in seiner Umgebung Probleme durch Krankheit oder Leid gibt. Die Welt will nicht trauern: Sie zieht es vor, leidvolle Situationen zuignorieren, zu verdecken oder zu verstecken. Man verschwendet viel Energiedarauf, den Umständen zu entkommen, in denen das Leiden gegenwärtig ist, undglaubt dabei, dass es möglich ist, die Wirklichkeit zu verschleiern, in dernie, niemals, das Kreuz fehlen kann (Gaudete et exsultate, 75).