Der Glaube Pater Pios - Abbild des Gekreuzigten

Pater Pio hatte einen derart großen Glauben, dass er das Herz Christi und das Herz jedes Menschen, der sich ihm näherte, wirklich durchschaute. Er selbst versicherte mir, dass er die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft eines jeden sehen konnte, der zu ihm kam. Durch den Glauben erkannte er das Geheimnis Christi und das Geheimnis eines jeden Menschen. Dies gab ihm den Ansporn, Christus, den Gekreuzigten, in jenen, die ihn kreuzigten, zu lieben und ihm zu dienen. So wurde er ein vollkommenes Opfer, Abbild des Gekreuzigten und Vater vieler Kinder. Wir sahen ihn immer heiter, zwar sichtbar niedergebeugt unter einem unsichtbaren Kreuz, aber dennoch fröhlich in seinem Leiden. Wir glaubten, Christus, dem Gekreuzigten, begegnet zu sein: Wir verspürten Sehnsucht nach dem Himmel und Liebe zur Tugend, empfanden Abscheu vor dem Bösen und Verachtung für die Sünde, aber vor allem fühlten wir ein freudiges Verlangen danach, zu leiden.

Don Pierino Galeone

(Aus dem Buch: "Pater Pio mein Vater" ISBN 978-3-7171-1166-5)

Hl. Johannes Paul II. : "Wer sich nach San Giovanni Rotondo aufmachte, um an der Messe von Pater Pio teilzunehmen, ihn um Rat zu bitten oder bei ihm zu beichten, erkannte in ihm ein lebendiges Abbild des leidenden und auferstandenen Christus. Im Gesicht von Pater Pio erstrahlte das Licht der Auferstehung. Sein von den Wundmalen gezeichneter Körper zeigte jene enge Verbindung zwischen Tod und Auferstehung, von der das Ostergeheimnis geprägt ist. " (Seligsprechung von P. Pio, 02. 05. 1999)