Mit den Augen in der Reinheit schauen:   Gott hat das Fleisch (den Leib) geschaffen. Wenn man seinen Leib oder den Leib von anderen sieht, dann ist es wichtig, dass man mit dem Schauen nicht die Begierden verbindet. Dazu braucht es die Wachsamkeit und das Gebet. Auch die Busse ist wichtig, denn es braucht die Mässigung (das richtige Mass), um nur das Notwendige zu haben, ohne sich selbst oder anderen falsche Anreize zu geben. Man darf nicht vergessen, dass durch die Erbsünde schlechte Begierden in uns sind. Genau darum braucht es die Busse, um alles abzutöten, was nicht gemäss dem Willen Gottes ist. Es braucht die Abtötung im Essen, im Schlafen, im Kleiden, im Denken, im Erinnern, in all den Sinnen. So sagen die Heiligen: das Gebet, die Wachsamkeit und die Busse. Die Muttergottes empfiehlt: das Gebet und das Fasten. Das Fasten hat das Ziel, die Begierde des Fleisches zu überwinden. Das Fleisch kannst du nicht meiden, die Begierde des Fleisches aber schon. Das Fasten und die Busse betreffen die ganze Person, damit keine Begierden für dich und die andern erwachen. Viele Seelen beten und sind wachsam, aber dann sind sie schwach, weil die Busse fehlt. Die Busse reguliert die Begierden, die in uns sind: das Geld, das Fleisch, das eigene Ich. Wenn eine Seele mit den Augen ohne Begierde sieht, dann hat sie eine Seele wie ein Kind. Wir sollen wie Kinder werden. Im Himmel gibt es keine Kleider, wir werden mit dem Licht bekleidet sein. Die Reinheit des Herzens hilft dir, dass keine Begierde des Fleisches mehr da ist, weil dein Herz wie das Herz eines Kindes ist.    Don Pierino Galeone   Hl. Pater Pio: Halten wir uns immer vor Augen, was echte Heiligkeit ausmacht! Heilig sein bedeutet, über uns selbst hinauszuwachsen, unsere Leidenschaften beherrschen zu können, wirklich und wahrhaftig uns selbst und die Dinge dieser Welt geringschätzen zu können, bis wir die Armut den Reichtümern vorziehen, die Demut den Ehren, das Leid den Freuden. Heilig sein bedeutet, unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst, und zwar aus Liebe zu Gott. Um heilig zu sein, müssen wir sogar noch die lieben, die uns verfluchen, hassen, verfolgen, und ihnen sogar Gutes tun. Heilig sein bedeutet, demütig zu sein, irdische Interessen aufzugeben, vorsichtig, gerecht, duldsam, liebevoll, keusch, sanftmütig und arbeitsam zu sein, unsere Plichten nicht zu vernachlässigen und das alles mit keinem anderen Ziel, als Gott zu gefallen und von ihm allein unseren Lohn dafür zu erwarten. Kurz: Die Heiligkeit, Raffaelina, besitzt die Macht, den Menschen, wie es die Heilige Schrift ausdrückt, in Gott zu verwandeln. (Briefe II, Brief 97, Abschnitt 4)

Mit den Augen in der Reinheit schauen:   Gott hat das Fleisch (den Leib) geschaffen. Wenn man seinen Leib oder den Leib von anderen sieht, dann ist es wichtig, dass man mit dem Schauen nicht die Begierden verbindet. Dazu braucht es die Wachsamkeit und das Gebet. Auch die Busse ist wichtig, denn es braucht die Mässigung (das richtige Mass), um nur das Notwendige zu haben, ohne sich selbst oder anderen falsche Anreize zu geben. Man darf nicht vergessen, dass durch die Erbsünde schlechte Begierden in uns sind. Genau darum braucht es die Busse, um alles abzutöten, was nicht gemäss dem Willen Gottes ist. Es braucht die Abtötung im Essen, im Schlafen, im Kleiden, im Denken, im Erinnern, in all den Sinnen. So sagen die Heiligen: das Gebet, die Wachsamkeit und die Busse. Die Muttergottes empfiehlt: das Gebet und das Fasten. Das Fasten hat das Ziel, die Begierde des Fleisches zu überwinden. Das Fleisch kannst du nicht meiden, die Begierde des Fleisches aber schon. Das Fasten und die Busse betreffen die ganze Person, damit keine Begierden für dich und die andern erwachen. Viele Seelen beten und sind wachsam, aber dann sind sie schwach, weil die Busse fehlt. Die Busse reguliert die Begierden, die in uns sind: das Geld, das Fleisch, das eigene Ich. Wenn eine Seele mit den Augen ohne Begierde sieht, dann hat sie eine Seele wie ein Kind. Wir sollen wie Kinder werden. Im Himmel gibt es keine Kleider, wir werden mit dem Licht bekleidet sein. Die Reinheit des Herzens hilft dir, dass keine Begierde des Fleisches mehr da ist, weil dein Herz wie das Herz eines Kindes ist.   Don Pierino Galeone   Hl. Pater Pio: Halten wir uns immer vor Augen, was echte Heiligkeit ausmacht! Heilig sein bedeutet, über uns selbst hinauszuwachsen, unsere Leidenschaften beherrschen zu können, wirklich und wahrhaftig uns selbst und die Dinge dieser Welt geringschätzen zu können, bis wir die Armut den Reichtümern vorziehen, die Demut den Ehren, das Leid den Freuden. Heilig sein bedeutet, unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst, und zwar aus Liebe zu Gott. Um heilig zu sein, müssen wir sogar noch die lieben, die uns verfluchen, hassen, verfolgen, und ihnen sogar Gutes tun. Heilig sein bedeutet, demütig zu sein, irdische Interessen aufzugeben, vorsichtig, gerecht, duldsam, liebevoll, keusch, sanftmütig und arbeitsam zu sein, unsere Plichten nicht zu vernachlässigen und das alles mit keinem anderen Ziel, als Gott zu gefallen und von ihm allein unseren Lohn dafür zu erwarten. Kurz: Die Heiligkeit, Raffaelina, besitzt die Macht, den Menschen, wie es die Heilige Schrift ausdrückt, in Gott zu verwandeln. (Briefe II, Brief 97, Abschnitt 4)

Mit den Augen in der Reinheit schauen: Gott hat das Fleisch (den Leib) geschaffen. Wenn man seinen Leib oder den Leib von anderen sieht, dann ist es wichtig, dass man mit dem Schauen nicht die Begierden verbindet. Dazu braucht es die Wachsamkeit und das Gebet. Auch die Busse ist wichtig, denn es b

Das Gebet, die Arbeit und die Freizeit:    Im Leben eines Christen gibt es drei Elemente: • Die Zeit, in der wir beten.  • Die Zeit, in der wir arbeiten.  • Die Zeit, in der wir keine besonderen Aufgaben zu erledigen haben.  In diesen drei Elementen muss die Liebe zu Gott im Vordergrund stehen. Der Teufel versucht uns, dass wir das Gebet, die Arbeit und die Freizeit ohne die Liebe zu Gott tun: • Satan will das Gebet durch die Zerstreuung, durch Sorgen oder durch viele Gedanken über die täglichen Pflichten, die man zu erfüllen hat, stören.  • Satan versucht, dass wir unsere tägliche Arbeit zu sehr als das einzig Wichtige erachten oder dass wir die tägliche Arbeit zu oberflächlich verrichten. In beiden Fällen fehlt die Liebe zu Gott.  • In den Zeiten, in denen wir keine besonderen Aufgaben zu erfüllen haben, versucht der Teufel, dass wir zu den weltlichen Sachen gehen, indem wir den Genuss der weltlichen Begierden suchen und somit Zeit verlieren. Ein guter Christ ist 24 Stunden am Tag Christ und verliert nie Zeit – er nutzt jeden Moment, um sich für das Reich Gottes einzusetzen.    Die Liebe zu Gott muss immer im Zentrum deines Lebens stehen: • Wenn du betest, dann bete aus Liebe zu Gott.  • Wenn du arbeitest, dann mache aus allem eine Gabe und ein Opfer, die du aus Liebe Gott darbringst, besonders in Momenten des Leidens. Wenn du am Morgen aufwachst, dann lass dich nicht auf die Gedanken ein, dass die Arbeit dieses Tages eine Last ist, sondern danke Gott, dass er dir die Gelegenheit gibt, Taten der Liebe zu vollbringen.  • Wenn du keine besonderen Aufgaben zu erfüllen hast, dann sei wachsam, dass du dich nicht zerstreust. Wenn du die Last des Lebens spürst, dann sagt dir Satan, dass du in deiner Freizeit zu den Begierden der Welt gehen kannst, um dort eine Linderung zu finden. Höre nicht auf ihn, denn die Welt und ihre Begierden können einem nie eine Linderung geben, sondern sie machen das Leben nur noch schwerer, weil alles in Unordnung gerät. Glaube an Jesus, der sagt: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen“ (Mt 11,28). Wenn wir durch die Liebe mit Gott verbunden sind, dann wird er die Last unseres Lebens leicht machen (vgl. Mt 11,29-30).    Don Pierino Galeone   Pater Pio an Pater Benedetto: Ich werde niemals aufhören, euch unserem Herrn, der heiligsten Jungfrau und eurem Schutzengel zu empfehlen und sie zu bitten, euch bei allen euren Geschäften und Unternehmungen immer fest an sich zu binden, damit euch weder deren Vielfalt verwirre noch die Schwierigkeiten erschrecken oder der Misserfolg entmutigen möge. Ihr eurerseits müsst dafür sorgen, die Dinge eines nach dem anderen zu erledigen, so gut ihr könnt, und setzt dafür all euren Geist ein, jedoch mit Sanftheit und Milde. Wenn Gott Euch den Erfolg gewährt, preist ihn; wenn er ihn nicht gewähren will, preist ihn trotzdem. Es muss euch genügen, dass ihr euch wacker um den Erfolg bemüht habt, denn der Herr und selbst der Verstand fordern von uns nicht das Gelingen, sondern das Bemühen, den Einsatz und die nötige Sorgfalt. Das nämlich hängt von uns selbst ab, der Erfolg nicht. (Briefe 1, Brief 463)

Das Gebet, die Arbeit und die Freizeit: Im Leben eines Christen gibt es drei Elemente: • Die Zeit, in der wir beten. • Die Zeit, in der wir arbeiten. • Die Zeit, in der wir keine besonderen Aufgaben zu erledigen haben. In diesen drei Elementen muss die Liebe zu Gott im Vordergrund stehen. Der Teufel versucht uns, dass wir das Gebet, die Arbeit und die Freizeit ohne die Liebe zu Gott tun: • Satan will das Gebet durch die Zerstreuung, durch Sorgen oder durch viele Gedanken über die täglichen Pflichten, die man zu erfüllen hat, stören. • Satan versucht, dass wir unsere tägliche Arbeit zu sehr als das einzig Wichtige erachten oder dass wir die tägliche Arbeit zu oberflächlich verrichten. In beiden Fällen fehlt die Liebe zu Gott. • In den Zeiten, in denen wir keine besonderen Aufgaben zu erfüllen haben, versucht der Teufel, dass wir zu den weltlichen Sachen gehen, indem wir den Genuss der weltlichen Begierden suchen und somit Zeit verlieren. Ein guter Christ ist 24 Stunden am Tag Christ und verliert nie Zeit – er nutzt jeden Moment, um sich für das Reich Gottes einzusetzen. Die Liebe zu Gott muss immer im Zentrum deines Lebens stehen: • Wenn du betest, dann bete aus Liebe zu Gott. • Wenn du arbeitest, dann mache aus allem eine Gabe und ein Opfer, die du aus Liebe Gott darbringst, besonders in Momenten des Leidens. Wenn du am Morgen aufwachst, dann lass dich nicht auf die Gedanken ein, dass die Arbeit dieses Tages eine Last ist, sondern danke Gott, dass er dir die Gelegenheit gibt, Taten der Liebe zu vollbringen. • Wenn du keine besonderen Aufgaben zu erfüllen hast, dann sei wachsam, dass du dich nicht zerstreust. Wenn du die Last des Lebens spürst, dann sagt dir Satan, dass du in deiner Freizeit zu den Begierden der Welt gehen kannst, um dort eine Linderung zu finden. Höre nicht auf ihn, denn die Welt und ihre Begierden können einem nie eine Linderung geben, sondern sie machen das Leben nur noch schwerer, weil alles in Unordnung gerät. Glaube an Jesus, der sagt: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen“ (Mt 11,28). Wenn wir durch die Liebe mit Gott verbunden sind, dann wird er die Last unseres Lebens leicht machen (vgl. Mt 11,29-30). Don Pierino Galeone Pater Pio an Pater Benedetto: Ich werde niemals aufhören, euch unserem Herrn, der heiligsten Jungfrau und eurem Schutzengel zu empfehlen und sie zu bitten, euch bei allen euren Geschäften und Unternehmungen immer fest an sich zu binden, damit euch weder deren Vielfalt verwirre noch die Schwierigkeiten erschrecken oder der Misserfolg entmutigen möge. Ihr eurerseits müsst dafür sorgen, die Dinge eines nach dem anderen zu erledigen, so gut ihr könnt, und setzt dafür all euren Geist ein, jedoch mit Sanftheit und Milde. Wenn Gott Euch den Erfolg gewährt, preist ihn; wenn er ihn nicht gewähren will, preist ihn trotzdem. Es muss euch genügen, dass ihr euch wacker um den Erfolg bemüht habt, denn der Herr und selbst der Verstand fordern von uns nicht das Gelingen, sondern das Bemühen, den Einsatz und die nötige Sorgfalt. Das nämlich hängt von uns selbst ab, der Erfolg nicht. (Briefe 1, Brief 463)

Das Gebet, die Arbeit und die Freizeit: Im Leben eines Christen gibt es drei Elemente: • Die Zeit, in der wir beten. • Die Zeit, in der wir arbeiten. • Die Zeit, in der wir keine besonderen Aufgaben zu erledigen haben. In diesen drei Elementen muss die Liebe zu Gott im Vordergrund stehen. Der

Die Freude und die Seligkeit:    Was ist die Freude? Die Freude ist das Verkosten des Guten. Die Seligkeit ist das höchstmögliche Verkosten des Guten. Gott ist der Ursprung von allem Guten, denn er selber ist das höchste Gut. Unser Gott ist eine Gott der Freude (vgl. Joh 15,9-11). Einmal war ich mit Pater Pio und einem Arzt beim Eingang des Refektoriums im Kapuzinerkloster San Giovanni Rotondo. Der Arzt stellte bei dieser Gelegenheit Pater Pio folgende Frage: Haben sie Gott schon einmal gesehen? Er sagte: Nein. Er erzählte dann aber folgendes Erlebnis: Ich war einmal in meiner Zelle und war umgeben von einer Art lieblichen Wolke, so sehr, dass ich mich niederkniete. Eine so grosse Freude durchdrang mich, dass ich mich wie im Paradies von Gott umarmt fühlte. Es war für mich unerklärlich. Als dieser Zustand vorüber war, dachte ich, dass ich etwa 30 bis 60 Minuten in diesem Zustand war, aber in Wirklichkeit waren es sechs Stunden, die ich auf den Knien verbracht habe. Ich denke, dass das die Gegenwart Gottes war: seine Herrlichkeit, seine Freude, seine Glückseligkeit. Bei einer anderen Gelegenheit ertrug Pater Pio ein grosses Leiden. Nach einer gewissen Zeit kam Jesus zu ihm und gab ihm für dieses Sühneleiden eine so grosse Freude in sein Herz, dass er diese Freude nicht auszuhalten vermochte, so gross war sie. Diese beiden Ereignisse von Pater Pio zeigen uns, dass die Freude das Verkosten des Guten ist.  Das menschliche Leben ist verbunden mit Freuden und Leiden. Jesus hat das Leiden erlöst. Wenn wir unsere Leiden mit dem Leiden von Jesus vereinen, dann lässt er uns teilhaben an den Gütern, die er durch sein Leiden erworben hat. Diese Teilhabe an den Gütern schenkt uns Freude. Jesus hat am Kreuz die Weisheit des Kreuzes gelehrt - die Weisheit des Kreuzes beutet, dass man die Güter verkostet, die Jesus am Kreuz erworben hat. Wenn wir uns mit dem gekreuzigten Jesus vereinen, dann vereinen wir uns auch mit seiner Weisheit. Jesus hat das Leiden in Freude verwandelt - er sagt in den Seligpreisungen: „Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird gross sein im Himmel. So wurden nämlich schon vor euch die Propheten verfolgt“ (Mt 5, 3-12).  Da wir als ein Abbild Gottes erschaffen wurden, haben wir auch Anteil an der göttlichen Natur. Durch die Schöpfung und durch die Erlösung haben wir die Freude Gottes in uns. Leider haben wir durch die Erbsünde auch die Traurigkeit in uns. Wir haben in uns also diesen Kampf zwischen der Freude und der Traurigkeit. Ob die Freude oder die Traurigkeit in dir überwiegt, entscheidest du. Wenn du mit Jesus bist, dann bist du in der Freude. Jesus ist treu, weil er uns die Güter schenken will, die er am Kreuz für uns erworben hat. Wenn wir diese Güter verkosten, dann sind wir in der Freude. Er hat alles erlöst – er hat den Menschen und der ganzen Schöpfung das zurückerworben, wozu Gott alle und alles erschaffen hat. Jesus hilft uns, alle unsere Fähigkeiten so zu gebrauchen, wie Gott es will. Wenn du gut beichtest, dann wirst du in dir eine grosse Freude erfahren, denn Jesus kommt in dein Herz. Du hast sicher auch schon die Erfahrung gemacht, dass die Freude von Gott die wahre Freude ist und nicht jene, die uns die weltlichen Begierden versprechen. Wenn du die Freude von Jesus erfahren hast, dann fragst du dich, wie es möglich war, dass du die falschen Freuden der weltlichen Begierden gesucht hast. Jesus nimmt von uns die Last der Sünde, wenn wir gut beichten.  Wir alle sollen Mitarbeiter der Freude sein. Der Priester ist der Verwalter von den Gütern, die uns die wahre Freude schenken. Er soll das Wort Gottes und die Sakramente zu den Menschen bringen, denn im Wort Gottes und in den Sakramenten ist Christus gegenwärtig. Die Freude ist grösser bei dem, der die Freude gibt, als bei dem, der die Freude empfängt. Für mich gibt es keine grössere Freude, als durch mein priesterliches Wirken Tag für Tag die Freude von Jesus zu schenken. Gott ist ein wahrer Vater, der uns nicht „Schweinfutter“ gibt, wie es der verlorene Sohn essen musste (vgl. Lk 15,16). Er gibt uns die wahren Güter, die in uns die wahre Freude hervorbringen. In den Psalmen steht: „Kostet und seht, wie gut der HERR ist! Selig der Mensch, der zu ihm sich flüchtet“ (Ps 34,9). Wie schön ist das geistliche Leben - man verkostet die Wahrheit, man verkostet das höchste Gut. Wann beginnst du, an Gott zu glauben? Vielleicht zweifelst du immer noch, ob Jesus die wahre Freude ist. Vielleicht zweifelst du auch an der Berufung, zu der er dich berufen hat.  Satan ist sehr aktiv - er hat es geschafft, die Apostel zu verwirren, obwohl sie die Erfahrung der Freude von Jesus gemacht haben. Er will auch in uns die Freude zerstören, indem er uns versucht, die wahren Güter zu verlassen und die falschen Freuden der Welt zu suchen. Auf die weltlichen Begierden zu verzichten, ist ein Martyrium. Die Reinheit des Herzens ist nur möglich, wenn wir gegen Satan, die Welt und das eigene Ich kämpfen.   Wenn wir das Gute bezeugen, dann erfahren wir die Schönheit der Gegenwart Gottes in uns.    Don Pierino Galeone   Hl. Augustinus: Zur Freude ruft der Apostel auf, zur Freude an Gott, nicht an der Welt: „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!“ (Phil 4,4). Wer nämlich ein Freund dieser Welt sein will, sagt die Schrift, wird als Feind Gottes gelten: „Wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der wird zum Feind Gottes“ (Jak 4,4). Wie niemand zwei Herren dienen kann (vgl. Mt 6,24), so kann auch niemand seine Freude zugleich an der Welt und an Gott suchen. Zwischen diesen beiden Formen der Freude ist ein grosser Unterschied. Wenn man sich an Gott freut, dann nicht an der Welt, und wenn man sich an der Welt freut, dann nicht an Gott.

Die Freude und die Seligkeit: Was ist die Freude? Die Freude ist das Verkosten des Guten. Die Seligkeit ist das höchstmögliche Verkosten des Guten. Gott ist der Ursprung von allem Guten, denn er selber ist das höchste Gut. Unser Gott ist eine Gott der Freude (vgl. Joh 15,9-11). Einmal war ich mit Pater Pio und einem Arzt beim Eingang des Refektoriums im Kapuzinerkloster San Giovanni Rotondo. Der Arzt stellte bei dieser Gelegenheit Pater Pio folgende Frage: Haben sie Gott schon einmal gesehen? Er sagte: Nein. Er erzählte dann aber folgendes Erlebnis: Ich war einmal in meiner Zelle und war umgeben von einer Art lieblichen Wolke, so sehr, dass ich mich niederkniete. Eine so grosse Freude durchdrang mich, dass ich mich wie im Paradies von Gott umarmt fühlte. Es war für mich unerklärlich. Als dieser Zustand vorüber war, dachte ich, dass ich etwa 30 bis 60 Minuten in diesem Zustand war, aber in Wirklichkeit waren es sechs Stunden, die ich auf den Knien verbracht habe. Ich denke, dass das die Gegenwart Gottes war: seine Herrlichkeit, seine Freude, seine Glückseligkeit. Bei einer anderen Gelegenheit ertrug Pater Pio ein grosses Leiden. Nach einer gewissen Zeit kam Jesus zu ihm und gab ihm für dieses Sühneleiden eine so grosse Freude in sein Herz, dass er diese Freude nicht auszuhalten vermochte, so gross war sie. Diese beiden Ereignisse von Pater Pio zeigen uns, dass die Freude das Verkosten des Guten ist. Das menschliche Leben ist verbunden mit Freuden und Leiden. Jesus hat das Leiden erlöst. Wenn wir unsere Leiden mit dem Leiden von Jesus vereinen, dann lässt er uns teilhaben an den Gütern, die er durch sein Leiden erworben hat. Diese Teilhabe an den Gütern schenkt uns Freude. Jesus hat am Kreuz die Weisheit des Kreuzes gelehrt - die Weisheit des Kreuzes beutet, dass man die Güter verkostet, die Jesus am Kreuz erworben hat. Wenn wir uns mit dem gekreuzigten Jesus vereinen, dann vereinen wir uns auch mit seiner Weisheit. Jesus hat das Leiden in Freude verwandelt - er sagt in den Seligpreisungen: „Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird gross sein im Himmel. So wurden nämlich schon vor euch die Propheten verfolgt“ (Mt 5, 3-12). Da wir als ein Abbild Gottes erschaffen wurden, haben wir auch Anteil an der göttlichen Natur. Durch die Schöpfung und durch die Erlösung haben wir die Freude Gottes in uns. Leider haben wir durch die Erbsünde auch die Traurigkeit in uns. Wir haben in uns also diesen Kampf zwischen der Freude und der Traurigkeit. Ob die Freude oder die Traurigkeit in dir überwiegt, entscheidest du. Wenn du mit Jesus bist, dann bist du in der Freude. Jesus ist treu, weil er uns die Güter schenken will, die er am Kreuz für uns erworben hat. Wenn wir diese Güter verkosten, dann sind wir in der Freude. Er hat alles erlöst – er hat den Menschen und der ganzen Schöpfung das zurückerworben, wozu Gott alle und alles erschaffen hat. Jesus hilft uns, alle unsere Fähigkeiten so zu gebrauchen, wie Gott es will. Wenn du gut beichtest, dann wirst du in dir eine grosse Freude erfahren, denn Jesus kommt in dein Herz. Du hast sicher auch schon die Erfahrung gemacht, dass die Freude von Gott die wahre Freude ist und nicht jene, die uns die weltlichen Begierden versprechen. Wenn du die Freude von Jesus erfahren hast, dann fragst du dich, wie es möglich war, dass du die falschen Freuden der weltlichen Begierden gesucht hast. Jesus nimmt von uns die Last der Sünde, wenn wir gut beichten. Wir alle sollen Mitarbeiter der Freude sein. Der Priester ist der Verwalter von den Gütern, die uns die wahre Freude schenken. Er soll das Wort Gottes und die Sakramente zu den Menschen bringen, denn im Wort Gottes und in den Sakramenten ist Christus gegenwärtig. Die Freude ist grösser bei dem, der die Freude gibt, als bei dem, der die Freude empfängt. Für mich gibt es keine grössere Freude, als durch mein priesterliches Wirken Tag für Tag die Freude von Jesus zu schenken. Gott ist ein wahrer Vater, der uns nicht „Schweinfutter“ gibt, wie es der verlorene Sohn essen musste (vgl. Lk 15,16). Er gibt uns die wahren Güter, die in uns die wahre Freude hervorbringen. In den Psalmen steht: „Kostet und seht, wie gut der HERR ist! Selig der Mensch, der zu ihm sich flüchtet“ (Ps 34,9). Wie schön ist das geistliche Leben - man verkostet die Wahrheit, man verkostet das höchste Gut. Wann beginnst du, an Gott zu glauben? Vielleicht zweifelst du immer noch, ob Jesus die wahre Freude ist. Vielleicht zweifelst du auch an der Berufung, zu der er dich berufen hat. Satan ist sehr aktiv - er hat es geschafft, die Apostel zu verwirren, obwohl sie die Erfahrung der Freude von Jesus gemacht haben. Er will auch in uns die Freude zerstören, indem er uns versucht, die wahren Güter zu verlassen und die falschen Freuden der Welt zu suchen. Auf die weltlichen Begierden zu verzichten, ist ein Martyrium. Die Reinheit des Herzens ist nur möglich, wenn wir gegen Satan, die Welt und das eigene Ich kämpfen. Wenn wir das Gute bezeugen, dann erfahren wir die Schönheit der Gegenwart Gottes in uns. Don Pierino Galeone Hl. Augustinus: Zur Freude ruft der Apostel auf, zur Freude an Gott, nicht an der Welt: „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!“ (Phil 4,4). Wer nämlich ein Freund dieser Welt sein will, sagt die Schrift, wird als Feind Gottes gelten: „Wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der wird zum Feind Gottes“ (Jak 4,4). Wie niemand zwei Herren dienen kann (vgl. Mt 6,24), so kann auch niemand seine Freude zugleich an der Welt und an Gott suchen. Zwischen diesen beiden Formen der Freude ist ein grosser Unterschied. Wenn man sich an Gott freut, dann nicht an der Welt, und wenn man sich an der Welt freut, dann nicht an Gott.

Die Freude und die Seligkeit: Was ist die Freude? Die Freude ist das Verkosten des Guten. Die Seligkeit ist das höchstmögliche Verkosten des Guten. Gott ist der Ursprung von allem Guten, denn er selber ist das höchste Gut. Unser Gott ist eine Gott der Freude (vgl. Joh 15,9-11). Einmal war ich mit

Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden (vgl. Mt 7,1):    Es ist gefährlich über den Nächsten schlecht zu denken und über ihn zu urteilen, denn dies ist ein Akt des Hochmuts. Es ist ein Urteilen über den Nächsten, über das, was er getan hat und über seine Absichten. Wir können nie in den Verstand und den Willen des Nächsten eintreten und erkennen, warum er etwas gemacht hat. Wir können zwar objektiv über eine Tatsache urteilen, aber es ist ein Urteilen über die Nächsten, wenn wir über ihre Absichten und über ihren Willen urteilen. Es kann sein, dass eine Person etwas getan hat, sich aber der Tat nicht bewusst ist oder es fehlt ihr die rechte Erkenntnis, dass sie schlecht gehandelt hat. Die Person kann vor Gott auch entschuldigt sein. Es ist ein Akt des Stolzes über die Absichten der Nächsten zu urteilen. Wie kann man sich sicher sein, was für eine Absicht der Nächste hatte, ob er aus freiem Willen gehandelt hat und ob er in vollem Bewusstsein gehandelt hat? Es ist immer gefährlich über den Nächsten zu urteilen.  Man ist stolz, wenn man sich durch das Urteilen über den Nächsten erhebt, vielleicht gerade in Bezug auf den Punkt, wo man selber schwächer ist als er. Es ist aber auch ein Mangel an Nächstenliebe über etwas zu urteilen, was der Betreffende vielleicht nicht in vollem Bewusstsein getan hat. Wir müssen uns vor dem Urteilen sehr in Acht nehmen, da auch die Heilige Schrift sagt, dass das Gericht bereits dann über uns beginnt, wenn wir urteilen. "Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden" (Lk 6, 37). Wenn wir also über den Nächsten urteilen und ihn so richten, fallen wir unter das Gericht Gottes. Wenn man über den Nächsten urteilt, ist es nicht nur ein Mangel an Nächstenliebe, sondern es ist auch Ungehorsam gegenüber dem Gebot Gottes "nicht zu urteilen". Wenn wir Schwachheiten beim Nächsten sehen, sollen wir beten, damit er sich bessert, anstatt über ihn zu urteilen. Auch sollen wir immer Barmherzigkeit üben und darum bitten, damit sich der Nächste sofort wieder erhebe und mit Demut und reuevollem Herz vom Herrn die Vergebung empfange und sich so wieder mit Gott und seinen Nächsten versöhne. Bitten wir stets Gott um diese Hilfe für unsere Nächsten, damit sie sich mit IHM und ihren Mitmenschen versöhnen.  Don Pierino Galeone

Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden (vgl. Mt 7,1): Es ist gefährlich über den Nächsten schlecht zu denken und über ihn zu urteilen, denn dies ist ein Akt des Hochmuts. Es ist ein Urteilen über den Nächsten, über das, was er getan hat und über seine Absichten. Wir können nie in den Verstand und den Willen des Nächsten eintreten und erkennen, warum er etwas gemacht hat. Wir können zwar objektiv über eine Tatsache urteilen, aber es ist ein Urteilen über die Nächsten, wenn wir über ihre Absichten und über ihren Willen urteilen. Es kann sein, dass eine Person etwas getan hat, sich aber der Tat nicht bewusst ist oder es fehlt ihr die rechte Erkenntnis, dass sie schlecht gehandelt hat. Die Person kann vor Gott auch entschuldigt sein. Es ist ein Akt des Stolzes über die Absichten der Nächsten zu urteilen. Wie kann man sich sicher sein, was für eine Absicht der Nächste hatte, ob er aus freiem Willen gehandelt hat und ob er in vollem Bewusstsein gehandelt hat? Es ist immer gefährlich über den Nächsten zu urteilen. Man ist stolz, wenn man sich durch das Urteilen über den Nächsten erhebt, vielleicht gerade in Bezug auf den Punkt, wo man selber schwächer ist als er. Es ist aber auch ein Mangel an Nächstenliebe über etwas zu urteilen, was der Betreffende vielleicht nicht in vollem Bewusstsein getan hat. Wir müssen uns vor dem Urteilen sehr in Acht nehmen, da auch die Heilige Schrift sagt, dass das Gericht bereits dann über uns beginnt, wenn wir urteilen. "Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden" (Lk 6, 37). Wenn wir also über den Nächsten urteilen und ihn so richten, fallen wir unter das Gericht Gottes. Wenn man über den Nächsten urteilt, ist es nicht nur ein Mangel an Nächstenliebe, sondern es ist auch Ungehorsam gegenüber dem Gebot Gottes "nicht zu urteilen". Wenn wir Schwachheiten beim Nächsten sehen, sollen wir beten, damit er sich bessert, anstatt über ihn zu urteilen. Auch sollen wir immer Barmherzigkeit üben und darum bitten, damit sich der Nächste sofort wieder erhebe und mit Demut und reuevollem Herz vom Herrn die Vergebung empfange und sich so wieder mit Gott und seinen Nächsten versöhne. Bitten wir stets Gott um diese Hilfe für unsere Nächsten, damit sie sich mit IHM und ihren Mitmenschen versöhnen. Don Pierino Galeone

Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden (vgl. Mt 7,1): Es ist gefährlich über den Nächsten schlecht zu denken und über ihn zu urteilen, denn dies ist ein Akt des Hochmuts. Es ist ein Urteilen über den Nächsten, über das, was er getan hat und über seine Absichten. Wir können nie

Das Geheimnis von Pater Pios Armut und Reichtum Für Pater Pio war es einfach, den Willen Gottes zu erkennen: Er opferte seine Leiden aus Liebe zu den Mitmenschen auf und sie schenkten ihm ihre Liebesgaben für die Leidenden. Auf den Geleisen der Liebe und des Leidens hat Pater Pio Himmel und Erde mobilisiert: Jesus schenkte Gnaden und die Menschen Almosen. Pater Pio war Vermittler, sowohl zwischen Jesus und den Menschen als auch zwischen den Menschen und den Leidenden. Arm und von allem entäussert gab er sich am Kreuz dahin, um mehr von Jesus zu erlangen und mehr von den Menschen zu erhalten, für jene, die leiden. Pater Pio war ein echter Diener des Leidens Christi für die Menschen. Das Spital Casa Sollievo della Sofferenza (Haus zur Linderung des Leidens) hielt dieses Geheimnis von Pater Pios Armut und Reichtum in sich verborgen. Er war arm, zugleich wurde er aber durch die Gnadengaben Jesu und die Almosen der Menschen so sehr bereichert, dass er immer über das Notwendige verfügte, um dem Leidenden Linderung zu verschaffen.  Pater Pio vertraute mir an, dass so, wie er bis zum Ende der Welt in seinen geistlichen Kindern als Opfer gegenwärtig bleiben werde, auch Jesus weiterhin himmlische Gnaden austeilen werde und Menschen aus aller Welt weiter Almosen spenden werden. Durch seine vollkommene Armut hat Pater Pio als Gekreuzigter in Christus vielen geistlichen Kindern, die leiden, den ewigen Reichtum gestiftet.  Don Pierino Galeone (Aus dem Buch: "Pater Pio mein Vater" ISBN 978-3-7171-1166-5) Papst Franziskus: Wenn es mir nicht gelingt, etwas hinzuschenken, dann darum, weil diese Sache mich besitzt, Macht über mich hat und ich ihr Sklave bin. Der Besitz von Gütern ist eine Gelegenheit, sie mit Kreativität zu mehren, und so in der Liebe und in der Freiheit zu wachsen. Christus selbst war Gott, »hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich« (Phil 2,6-7a) und hat uns durch seine Armut reich gemacht (vgl.  2 Kor 8,9). (Generalaudienz, 07. 11. 18)

Das Geheimnis von Pater Pios Armut und Reichtum Für Pater Pio war es einfach, den Willen Gottes zu erkennen: Er opferte seine Leiden aus Liebe zu den Mitmenschen auf und sie schenkten ihm ihre Liebesgaben für die Leidenden. Auf den Geleisen der Liebe und des Leidens hat Pater Pio Himmel und Erde mobilisiert: Jesus schenkte Gnaden und die Menschen Almosen. Pater Pio war Vermittler, sowohl zwischen Jesus und den Menschen als auch zwischen den Menschen und den Leidenden. Arm und von allem entäussert gab er sich am Kreuz dahin, um mehr von Jesus zu erlangen und mehr von den Menschen zu erhalten, für jene, die leiden. Pater Pio war ein echter Diener des Leidens Christi für die Menschen. Das Spital Casa Sollievo della Sofferenza (Haus zur Linderung des Leidens) hielt dieses Geheimnis von Pater Pios Armut und Reichtum in sich verborgen. Er war arm, zugleich wurde er aber durch die Gnadengaben Jesu und die Almosen der Menschen so sehr bereichert, dass er immer über das Notwendige verfügte, um dem Leidenden Linderung zu verschaffen. Pater Pio vertraute mir an, dass so, wie er bis zum Ende der Welt in seinen geistlichen Kindern als Opfer gegenwärtig bleiben werde, auch Jesus weiterhin himmlische Gnaden austeilen werde und Menschen aus aller Welt weiter Almosen spenden werden. Durch seine vollkommene Armut hat Pater Pio als Gekreuzigter in Christus vielen geistlichen Kindern, die leiden, den ewigen Reichtum gestiftet. Don Pierino Galeone (Aus dem Buch: "Pater Pio mein Vater" ISBN 978-3-7171-1166-5) Papst Franziskus: Wenn es mir nicht gelingt, etwas hinzuschenken, dann darum, weil diese Sache mich besitzt, Macht über mich hat und ich ihr Sklave bin. Der Besitz von Gütern ist eine Gelegenheit, sie mit Kreativität zu mehren, und so in der Liebe und in der Freiheit zu wachsen. Christus selbst war Gott, »hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich« (Phil 2,6-7a) und hat uns durch seine Armut reich gemacht (vgl.  2 Kor 8,9). (Generalaudienz, 07. 11. 18)

Das Geheimnis von Pater Pios Armut und Reichtum Für Pater Pio war es einfach, den Willen Gottes zu erkennen: Er opferte seine Leiden aus Liebe zu den Mitmenschen auf und sie schenkten ihm ihre Liebesgaben für die Leidenden. Auf den Geleisen der Liebe und des Leidens hat Pater Pio Himmel und Erde mob

Wer auf den Herrn vertraut, wird nie enttäuscht:    Denken wir daran, dass uns der himmlische Vater dieses grundlegende Prinzip gegeben hat: «Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet» (Mt 26,41).  Der Teufel gibt nicht nach, uns mit seiner Kraft hartnäckig anzugreifen. Aus eigener Kraft gelingt es uns nicht, seine Vorschläge abzulehnen. Was ist das Heilmittel? Wachen und beten, denn ohne das Gebet machen wir die Erfahrung von Unfähigkeit und Ohnmacht. Dies kann uns zur Überzeugung bringen, dass es uns nie gelingen wird, das Böse zu beseitigen und das Gute zu tun. Das Ziel des Teufels ist, dass wir das Gebet lassen oder dass wir ohne Liebe beten. Ohne das Gebet sind wir allein – und der Teufel kann, weil wir schwächer sind als er, mit uns machen, was er will, bis wir schliesslich der Versuchung nachgeben.    Die Heilige Schrift sagt: Wer auf den Herrn vertraut, wird nie enttäuscht (vgl. Sir 2,10).  Sollten wir schwerste Versuchungen haben oder hartnäckigsten Feinde gegenüberstehen, wenn der Geist des Herrn in uns ist, dann fahren wir weiter zu beten, zu arbeiten und die Nächstenliebe zu praktizieren. Wir bleiben dann gelassen, weil wir im Herrn immer die Kraft finden, den Geist, die Vernunft, das Gedächtnis zu beherrschen, sei es, um das Böse zu verwerfen, sei es, um die Verlockungen der Welt zu meiden.  Sagen wir mehr mit dem Herzen als mit den Lippen: Jesus, ich vertraue auf Dich. Ich bin gewiss, nicht enttäuscht zu werden, sei es im Verwerfen des Bösen, sei es, dass Du mich aus den Schlingen der Versuchungen befreist. Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue auf Dich.    Papst Franziskus: Auch heute bricht Satan in das Leben der Menschen ein, um sie mit seinen verlockenden Vorschlägen in Versuchung zu führen. Er vermischt seine eigene Stimme mit den vielen Stimmen, die versuchen, das Gewissen zu zähmen. Von vielen Seiten kommen Botschaften, die die Menschen dazu einladen, sich »in Versuchung führen zu lassen«, den Rausch der Grenzüberschreitung zu erleben. Die Erfahrung Jesu lehrt uns, dass die Versuchung der Versuch ist, Wege zu gehen, die eine Alternative zu den Wegen Gottes sind, die uns das Gefühl der Selbstständigkeit geben, des Genusses des Lebens als Selbstzweck. Doch all dies ist illusorisch: Sehr bald erkennen wir, dass wir uns angesichts der großen Probleme des Daseins umso wehrloser und hilfloser fühlen, je weiter wir uns von Gott entfernen (Angelus, 01. 03. 20).

Wer auf den Herrn vertraut, wird nie enttäuscht:   Denken wir daran, dass uns der himmlische Vater dieses grundlegende Prinzip gegeben hat: «Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet» (Mt 26,41). Der Teufel gibt nicht nach, uns mit seiner Kraft hartnäckig anzugreifen. Aus eigener Kraft gelingt es uns nicht, seine Vorschläge abzulehnen. Was ist das Heilmittel? Wachen und beten, denn ohne das Gebet machen wir die Erfahrung von Unfähigkeit und Ohnmacht. Dies kann uns zur Überzeugung bringen, dass es uns nie gelingen wird, das Böse zu beseitigen und das Gute zu tun. Das Ziel des Teufels ist, dass wir das Gebet lassen oder dass wir ohne Liebe beten. Ohne das Gebet sind wir allein – und der Teufel kann, weil wir schwächer sind als er, mit uns machen, was er will, bis wir schliesslich der Versuchung nachgeben.   Die Heilige Schrift sagt: Wer auf den Herrn vertraut, wird nie enttäuscht (vgl. Sir 2,10). Sollten wir schwerste Versuchungen haben oder hartnäckigsten Feinde gegenüberstehen, wenn der Geist des Herrn in uns ist, dann fahren wir weiter zu beten, zu arbeiten und die Nächstenliebe zu praktizieren. Wir bleiben dann gelassen, weil wir im Herrn immer die Kraft finden, den Geist, die Vernunft, das Gedächtnis zu beherrschen, sei es, um das Böse zu verwerfen, sei es, um die Verlockungen der Welt zu meiden. Sagen wir mehr mit dem Herzen als mit den Lippen: Jesus, ich vertraue auf Dich. Ich bin gewiss, nicht enttäuscht zu werden, sei es im Verwerfen des Bösen, sei es, dass Du mich aus den Schlingen der Versuchungen befreist. Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue auf Dich.   Papst Franziskus: Auch heute bricht Satan in das Leben der Menschen ein, um sie mit seinen verlockenden Vorschlägen in Versuchung zu führen. Er vermischt seine eigene Stimme mit den vielen Stimmen, die versuchen, das Gewissen zu zähmen. Von vielen Seiten kommen Botschaften, die die Menschen dazu einladen, sich »in Versuchung führen zu lassen«, den Rausch der Grenzüberschreitung zu erleben. Die Erfahrung Jesu lehrt uns, dass die Versuchung der Versuch ist, Wege zu gehen, die eine Alternative zu den Wegen Gottes sind, die uns das Gefühl der Selbstständigkeit geben, des Genusses des Lebens als Selbstzweck. Doch all dies ist illusorisch: Sehr bald erkennen wir, dass wir uns angesichts der großen Probleme des Daseins umso wehrloser und hilfloser fühlen, je weiter wir uns von Gott entfernen (Angelus, 01. 03. 20).

Wer auf den Herrn vertraut, wird nie enttäuscht: Denken wir daran, dass uns der himmlische Vater dieses grundlegende Prinzip gegeben hat: «Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet» (Mt 26,41). Der Teufel gibt nicht nach, uns mit seiner Kraft hartnäckig anzugreifen. Aus eigener Kraf

Im Kreuz alle Tugenden betrachten:   Der hl. Thomas von Aquin sagt, dass wir im gekreuzigten Jesus alle Tugenden sehen können, die wir nachahmen sollen. Am Kreuz zeigt Jesus den grössten Gehorsam zu seinem Vater und die grösste Nächstenliebe für alle Menschen. Wenn du die Barmherzigkeit, den Gehorsam, die Demut, die Armut, die Selbstbeherrschung, die Geduld und das Wohlwollen suchst, kannst du dies alles im Gekreuzigten finden. Wenn ihr eine Tugend sucht, dann ahmt den gekreuzigten Christus nach.    Don Pierino Galeone   Hl. Thomas von Aquin: Wer in Vollkommenheit leben will, sollte nichts anderes tun, als das zu verachten, was Christus am Kreuz verachtet hat, und das zu begehren, was er begehrte. Denn am Kreuz fehlt kein Beispiel der Tugend. Wenn du nach einem Beispiel der Nächstenliebe suchst, denke daran: «Grössere Liebe hat niemand als wer sein Leben für seine Freunde hingibt» (Joh 15, 13). Das ist es, was Christus am Kreuz getan hat. Wenn er sein Leben für uns hingegeben hat, sollte es für uns keine Last sein, jegliches Übel ihm zuliebe zu ertragen. Wenn du nach einem Beispiel der Geduld suchst, findest du ein ganz hervorragendes am Kreuz. Denn die Geduld wird unter zwei Umständen als gross beurteilt: entweder wenn man geduldig grosse Widrigkeiten erträgt, oder wenn man Widrigkeiten erträgt, die vermieden werden könnten, aber nicht vermieden werden. Nun gab uns Christus am Kreuz das Beispiel sowohl für das eine wie auch für das andere. Denn «als er litt, drohte er nicht» (1 Petr 2,23), und wie ein Lamm wurde er zum Tod geführt und tat seinen Mund nicht auf (vgl. Apg 8,32). Die Geduld Christi am Kreuz ist daher gross: «Lasst uns mit Ausdauer laufen und unsere Augen auf Jesus richten, den Urheber und Vollender des Glaubens. Um der Freude willen, die ihm bereitet wurde, hat er das Kreuz ertragen und die Schmach verachtet» (Hebr 12,2). Wenn du ein Beispiel der Demut suchst, schaue dir den Gekreuzigten an: Gott wollte unter Pontius Pilatus verurteilt werden und sterben. Wenn du ein Beispiel des Gehorsams suchst, folge dem, der dem Vater gehorsam wurde, sogar bis zum Tod: «Wie durch den Ungehorsam des einen, nämlich Adams, alle zu Sündern gemacht wurden, so sollen auch durch den Gehorsam des einen alle gerecht gemacht werden» (Röm. 5,19). Wenn du nach einem Beispiel für die Verachtung irdischer Dinge suchst, dann folge ihm, der der König der Könige und Herr der Herren ist, «in dem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind» (Kol 2,3). Er ist nackt am Kreuz, verspottet, bespuckt, geschlagen, mit Dornen gekrönt, mit Essig und Galle getränkt. Darum binde dein Herz nicht an Kleidung und Reichtum, denn «sie teilten meine Kleider unter sich auf» (Joh 19,24); nicht an Ehren, denn ich habe Schmähungen und Schläge erfahren (vgl. Jes 53,4); nicht an Würden, denn sie setzten mir eine Dornenkrone aufs Haupt (vgl. Mk 15,17); nicht an Genüsse, denn «als ich durstig war, gaben sie mir Essig zu trinken» (Ps 68,22). (6. Vorlesung: über das «Credo in Deum)

Im Kreuz alle Tugenden betrachten:   Der hl. Thomas von Aquin sagt, dass wir im gekreuzigten Jesus alle Tugenden sehen können, die wir nachahmen sollen. Am Kreuz zeigt Jesus den grössten Gehorsam zu seinem Vater und die grösste Nächstenliebe für alle Menschen. Wenn du die Barmherzigkeit, den Gehorsam, die Demut, die Armut, die Selbstbeherrschung, die Geduld und das Wohlwollen suchst, kannst du dies alles im Gekreuzigten finden. Wenn ihr eine Tugend sucht, dann ahmt den gekreuzigten Christus nach.   Don Pierino Galeone   Hl. Thomas von Aquin: Wer in Vollkommenheit leben will, sollte nichts anderes tun, als das zu verachten, was Christus am Kreuz verachtet hat, und das zu begehren, was er begehrte. Denn am Kreuz fehlt kein Beispiel der Tugend. Wenn du nach einem Beispiel der Nächstenliebe suchst, denke daran: «Grössere Liebe hat niemand als wer sein Leben für seine Freunde hingibt» (Joh 15, 13). Das ist es, was Christus am Kreuz getan hat. Wenn er sein Leben für uns hingegeben hat, sollte es für uns keine Last sein, jegliches Übel ihm zuliebe zu ertragen. Wenn du nach einem Beispiel der Geduld suchst, findest du ein ganz hervorragendes am Kreuz. Denn die Geduld wird unter zwei Umständen als gross beurteilt: entweder wenn man geduldig grosse Widrigkeiten erträgt, oder wenn man Widrigkeiten erträgt, die vermieden werden könnten, aber nicht vermieden werden. Nun gab uns Christus am Kreuz das Beispiel sowohl für das eine wie auch für das andere. Denn «als er litt, drohte er nicht» (1 Petr 2,23), und wie ein Lamm wurde er zum Tod geführt und tat seinen Mund nicht auf (vgl. Apg 8,32). Die Geduld Christi am Kreuz ist daher gross: «Lasst uns mit Ausdauer laufen und unsere Augen auf Jesus richten, den Urheber und Vollender des Glaubens. Um der Freude willen, die ihm bereitet wurde, hat er das Kreuz ertragen und die Schmach verachtet» (Hebr 12,2). Wenn du ein Beispiel der Demut suchst, schaue dir den Gekreuzigten an: Gott wollte unter Pontius Pilatus verurteilt werden und sterben. Wenn du ein Beispiel des Gehorsams suchst, folge dem, der dem Vater gehorsam wurde, sogar bis zum Tod: «Wie durch den Ungehorsam des einen, nämlich Adams, alle zu Sündern gemacht wurden, so sollen auch durch den Gehorsam des einen alle gerecht gemacht werden» (Röm. 5,19). Wenn du nach einem Beispiel für die Verachtung irdischer Dinge suchst, dann folge ihm, der der König der Könige und Herr der Herren ist, «in dem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind» (Kol 2,3). Er ist nackt am Kreuz, verspottet, bespuckt, geschlagen, mit Dornen gekrönt, mit Essig und Galle getränkt. Darum binde dein Herz nicht an Kleidung und Reichtum, denn «sie teilten meine Kleider unter sich auf» (Joh 19,24); nicht an Ehren, denn ich habe Schmähungen und Schläge erfahren (vgl. Jes 53,4); nicht an Würden, denn sie setzten mir eine Dornenkrone aufs Haupt (vgl. Mk 15,17); nicht an Genüsse, denn «als ich durstig war, gaben sie mir Essig zu trinken» (Ps 68,22). (6. Vorlesung: über das «Credo in Deum)

Im Kreuz alle Tugenden betrachten: Der hl. Thomas von Aquin sagt, dass wir im gekreuzigten Jesus alle Tugenden sehen können, die wir nachahmen sollen. Am Kreuz zeigt Jesus den grössten Gehorsam zu seinem Vater und die grösste Nächstenliebe für alle Menschen. Wenn du die Barmherzigkeit, den Gehorsa

Das allumfassende Gebet:  In die Kirche kommt man, weil dort Jesus im Tabernakel gegenwärtig ist. Es ist nicht schön, wenn man in grosser Eile zur Kirche kommt und Jesus nur ganz kurz um das bittet, was man von ihm haben möchte. Es ist wichtig, dass man sich Zeit nimmt für Jesus und die folgenden vier Schritte praktiziert: • Die Anbetung des Allerheiligsten soll das Erste sein, das man tun soll, denn Jesus ist Gott, der im Tabernakel gegenwärtig ist. Es ist auch gut, wenn man eine gewisse Zeit auf den Knien verweilt, um auch äusserlich die Anbetung zu zeigen.  • Die Danksagung für all das Gute, das Gott uns schenkt: Jesus hat am Kreuz für unsere Sünden sein Leben hingegeben. Er hat es uns ermöglicht, durch seine Leiden und Sterben Kinder Gottes und Erben des Himmels zu sein.  • Die Verdemütigung und die Bitte um Verzeihung für alle Schwachheiten und Sünden.  • Die Bitten, die man vor Gott bringen will.  Ohne die Anbetung bewegen wir uns innerlich nicht zur Danksagung, zur Bitte um Verzeihung, zur Verdemütigung und zur Bitte für unsere Anliegen. Nur wer sich anbetend in der Gegenwart Gottes befindet, kann ihm danken, sich vor ihm verdemütigen, ihn um Verzeihung bitten und ihn in rechter Weise um Hilfe anflehen. Wenn man nicht anbetend vor Gott ist, wem soll man dann danken? Wen soll man für die Schwachheiten und Sünden um Verzeihung bitten? Wen soll man um Hilfe anrufen? Don Pierino Galeone Papst Benedikt XVI: Ein Element, das immer selbstverständlicher und zentraler zu den Weltjugendtagen und der von ihnen ausgehenden Spiritualität gehört, ist die Anbetung. . . Gott ist allgegenwärtig, ja. Aber die leibliche Gegenwart des auferstandenen Christus ist noch einmal etwas anderes, etwas Neues. Der Auferstandene tritt mitten unter uns herein. Und da können wir gar nicht anders als mit dem Apostel Thomas sagen: Mein Herr und mein Gott! Anbetung ist zuerst ein Akt des Glaubens – der Akt des Glaubens als solcher. Gott ist nicht irgendeine mögliche oder unmögliche Hypothese über den Ursprung des Alls. Er ist da. Und wenn er da ist, dann beuge ich mich vor ihm. Dann öffnen sich Verstand und Wille und Herz auf ihn hin und von ihm her. Im auferstandenen Christus ist der menschgewordene Gott da, der für uns gelitten hat, weil er uns liebt. In diese Gewissheit der leibhaftigen Liebe Gottes zu uns treten wir als Mitliebende hinein. Das ist Anbetung, und das bestimmt dann mein Leben. Nur so kann ich auch Eucharistie richtig feiern und den Leib des Herrn recht empfangen. (Ansprache 22. Dezember 2011)

Das allumfassende Gebet: In die Kirche kommt man, weil dort Jesus im Tabernakel gegenwärtig ist. Es ist nicht schön, wenn man in grosser Eile zur Kirche kommt und Jesus nur ganz kurz um das bittet, was man von ihm haben möchte. Es ist wichtig, dass man sich Zeit nimmt für Jesus und die folgenden vier Schritte praktiziert: • Die Anbetung des Allerheiligsten soll das Erste sein, das man tun soll, denn Jesus ist Gott, der im Tabernakel gegenwärtig ist. Es ist auch gut, wenn man eine gewisse Zeit auf den Knien verweilt, um auch äusserlich die Anbetung zu zeigen. • Die Danksagung für all das Gute, das Gott uns schenkt: Jesus hat am Kreuz für unsere Sünden sein Leben hingegeben. Er hat es uns ermöglicht, durch seine Leiden und Sterben Kinder Gottes und Erben des Himmels zu sein. • Die Verdemütigung und die Bitte um Verzeihung für alle Schwachheiten und Sünden. • Die Bitten, die man vor Gott bringen will. Ohne die Anbetung bewegen wir uns innerlich nicht zur Danksagung, zur Bitte um Verzeihung, zur Verdemütigung und zur Bitte für unsere Anliegen. Nur wer sich anbetend in der Gegenwart Gottes befindet, kann ihm danken, sich vor ihm verdemütigen, ihn um Verzeihung bitten und ihn in rechter Weise um Hilfe anflehen. Wenn man nicht anbetend vor Gott ist, wem soll man dann danken? Wen soll man für die Schwachheiten und Sünden um Verzeihung bitten? Wen soll man um Hilfe anrufen? Don Pierino Galeone Papst Benedikt XVI: Ein Element, das immer selbstverständlicher und zentraler zu den Weltjugendtagen und der von ihnen ausgehenden Spiritualität gehört, ist die Anbetung. . . Gott ist allgegenwärtig, ja. Aber die leibliche Gegenwart des auferstandenen Christus ist noch einmal etwas anderes, etwas Neues. Der Auferstandene tritt mitten unter uns herein. Und da können wir gar nicht anders als mit dem Apostel Thomas sagen: Mein Herr und mein Gott! Anbetung ist zuerst ein Akt des Glaubens – der Akt des Glaubens als solcher. Gott ist nicht irgendeine mögliche oder unmögliche Hypothese über den Ursprung des Alls. Er ist da. Und wenn er da ist, dann beuge ich mich vor ihm. Dann öffnen sich Verstand und Wille und Herz auf ihn hin und von ihm her. Im auferstandenen Christus ist der menschgewordene Gott da, der für uns gelitten hat, weil er uns liebt. In diese Gewissheit der leibhaftigen Liebe Gottes zu uns treten wir als Mitliebende hinein. Das ist Anbetung, und das bestimmt dann mein Leben. Nur so kann ich auch Eucharistie richtig feiern und den Leib des Herrn recht empfangen. (Ansprache 22. Dezember 2011)

Das allumfassende Gebet: In die Kirche kommt man, weil dort Jesus im Tabernakel gegenwärtig ist. Es ist nicht schön, wenn man in grosser Eile zur Kirche kommt und Jesus nur ganz kurz um das bittet, was man von ihm haben möchte. Es ist wichtig, dass man sich Zeit nimmt für Jesus und die folgenden vi