„Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2,19)



Die Demut und Sanftmut Pater Pios, sein väterliches Einfühlungsvermögen und seine mütterliche Zärtlichkeit hielten mich gefesselt. Ich sah Jesus in ihm. Alles, was er anschaute, sagte und tat, erschien mir so, als hätte es Jesus selbst angeschaut, gesagt und getan. Sein alles durchdringender und tiefer Blick, seine feste und kräftige Stimme, sein langsamer, aber bestimmter Schritt, ließen mein Herz höher schlagen und es stockte mir beinahe der Atem. Ich erlebte ihn als Vater, sah in ihm jedoch einen Fürsten, einen Herrscher, einen König.

Seine Stigmata waren ein unbeschreibliches Zeichen seiner Liebe zu Jesus und zu uns, Zeichen seines Leidens, das er für ihn und für uns trug. Jede Begegnung mit ihm war wie ein Bad in der Wahrheit und ein sanftes Eintauchen in die Liebe. In seiner Gegenwart fühlten wir uns wie im Schatten einer Eiche am Ufer eines Baches: geborgen, heiter und fröhlich.



Don Pierino Galeone

(Aus dem Buch: "Pater Pio mein Vater" ISBN 978-3-7171-1166-5)



Hl. Schrift: "Ich bin mit Christus gekreuzigt worden. Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Was ich nun im Fleische lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat. " (Gal. 2, 19b-20)