Das erlöste Leiden:

Weil jedes Leiden, dass dir begegnet, von Gott gewollt oder zugelassen ist, sollst du dich nicht fragen, warum dich dieses Leiden trifft, sondern auf Gott schauen, der dieses Leiden schenkt oder zulässt. Wenn du dem Leiden begegnest, dann tue drei Dinge:

• zeige Gott deine Dankbarkeit, dass du für ihn etwas leiden kannst,

• übergebe Gott dein Leiden und vereine es mit dem Leiden von Christus,

• schenke Gott die Früchte des Leidens (der Schmerz und die Güter, die aus dem Leiden hervorgehen).

Die Heiligen sagen, dass das Leiden, welches mit dem Leiden Christi verbunden wird, immer etwas Gutes bewirkt. Das Leiden erhöht die Liebe. Wenn du alles Gott übergibst, dann wird er dich sicher auch erleuchten, um im Leiden einen Wert zu sehen, welcher der Kirche Gottes zugute kommt. Sei wachsam, damit du nicht in die Falle von Satan gerätst, der dich dazu führen will, das Leiden mit deinem Verstand zu verstehen.

Don Pierino Galeone

Hl. Pater Pio: Ich liebe das Leiden nicht um des Leidens willen; ich erbitte es von Gott, ja, ich ersehne es geradezu, um der Früchte willen, die es mir bringt: Es dient der Verherrlichung Gottes, es rettet mir die Brüder in dieser Verbannung, es befreit die Seelen aus dem Fegefeuer. Was will ich noch mehr?