Schau auf Jesus, der dir deine Sünden vergeben hat:

Worauf schaust du? Auf deine Sünden, deine Schwachheiten oder die Barmherzigkeit Gottes? Worauf schaust du beim Nächsten, wenn er nicht gut ist mit dir? Auf seine Bosheit oder schaust du auf die Barmherzigkeit, die du ihm schenken sollst? Schaust du auf die Barmherzigkeit Gottes in Bezug auf deine Schwachheiten? Schaust du auf die Barmherzigkeit, die du gegenüber dem Nächsten ausüben sollst?



Du siehst die Schwachheiten des Nächsten, aber halte dich nicht damit auf, auf die Bosheit und die Schwachheiten der Nächsten zu schauen, sonst fällt es dir schwer, zu vergeben und alles Gott aufzuopfern. Woran denkst du während des Tages: an das Böse, das du oder die andern getan haben oder an die Barmherzigkeit Gottes und an die Vorsätze, die du fassen solltest?



Wir sind für die Liebe geschaffen. Jesus hat uns gelehrt, uns mit der Liebe der Barmherzigkeit zu lieben. Wir sollen die Stimme unserer Schwachheiten und Sünden zum Schweigen bringen und die Barmherzigkeit vorherrschen lassen. Während des Tages treffen wir auf die Guten, die weniger Guten und die Bösen, aber wir sollen immer diese Ausgewogenheit haben, die Bereitschaft, zu vergeben.



Wenn du nicht viel betest, gelingt es dir nicht, die Barmherzigkeit gegenüber dir und den Nächsten auszuüben. Wenn wir demütig und sanft sind, wenn wir klar erkennen, was wir tun und was wir meiden sollen, fügen wir uns in den Gehorsam gegenüber dem Gebot Jesu ein: «liebt einander, wie ich euch geliebt habe. »

Worauf schaust du während des Tages? Auf deine Schwachheiten, deine Sünden oder die Barmherzigkeit? Siehst du deinen Nächsten, dem du die Barmherzigkeit schenken sollst? Lassen wir unseren Blick vom Heiligen Geist wieder eichen. Schauen wir auf das Gute, das wir tun sollen und haben wir auch das Böse im Blick, das wir lassen sollen. So werden wir immer glücklich und im Frieden sein.



Jesus hat alle unsere Sünden am Kreuz gesühnt. Wir sind Sünder, denen Jesus vergeben hat. Leben wir mit dem gekreuzigten und auferstandenen Jesus, mit Maria und Pater Pio. Wenn ihr so lebt, werdet ihr immer glücklich und zufrieden sein.



Dies ist die Bedingung der Liebe zu Gott und den Nächsten: Schau auf Jesus, der dir deine Sünden vergeben hat. So wie Gott dir vergeben hat, vergibt auch du und so wie du die Barmherzigkeit Gottes wünschst, so schenke sie auch allen deinen Nächsten.



Hl. Faustyna: O Herr, ich möchte mich ganz in Deine Barmherzigkeit umwandeln und ein lebendiges Abbild von Dir sein (Tagebuch 163).